akira | chunghae
- littlesnowflake133
- 26. Juni 2021
- 10 Min. Lesezeit
tuesday | 13th june 2016 | aoyama gakuin high school
In der gesamten Klasse herrschte eine Stille, in welcher man eine Stecknadel beim zu Boden fallen hören könnte. Keiner wagte es auch nur mit dem Buch zu rascheln, einzig das Klappern von Stiften hing zu gegebenen Zeiten in der Luft, wenn jemand so konzentriert war, dass er oder sie die Umgebung komplett vergaß. In dem Moment, als die Uhr läutete und ein kollektives Aufstöhnen der Klasse erklang wusste Akira, dass er es so richtig versaut hatte. Nicht in der Art, bei der man später noch einmal irgendwas würde retten können – nein, so richtig, richtig versaut. Dabei hatte er sich angestrengt, wie verrückt gelernt und auch wenn er sich manchmal hatte ablenken lassen, auch wenn er nur versuchte sich einzureden, dass es gar nicht so oft gewesen, wie es letztlich doch war, so hatte er sein bestes gegeben und Tag und Nacht daran gesessen, sich diese Formeln irgendwie in den Kopf zu hämmern. Dabei war Mathe sein Endgegner, das schlimmste auf dieser großen, weiten Welt und nichts, womit Akira sich eigentlich beschäftigen wollte. Zu sagen er hasste es, war eine verdammt große Untertreibung. Doch brauchte er es so dringend, damit er den elendigen Kreislauf durchbrechen und der Erste in der Familie werden würde, der eine Universität besuchte und verdammt viel Geld nachhause brachte, damit es seiner Familie endlich besser ging.
Schlecht gelaunt gab er dem Klassensprecher seinen Test, schmiss seine Sachen regelrecht in den Rucksack – auch wenn er damit rechnen musste, dass sie nicht ganz heile ihren Weg wieder hinausfinden würden – und schob genervt den Stuhl mit einem Quietschen nach hinten. Sofort richteten sich einige Augenpaare auf ihn, weswegen er automatisch den Kopf einzog. Seine Schuhspitzen betrachtend, versuchte er so schnell wie möglich den Klassenraum zu verlassen. Dabei rannte er beinahe gegen einen Türrahmen, was seine Wangen vor Scharm nur noch röter werden ließ. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass eine andere Schülerin im gleichen Moment die Tür von der Gegenseite öffnete und er diese deswegen fast über den Haufen rannte. Glücklicherweise war ausgerechnet sie mit einem guten Reflex ausgestattet, der es ihr erlaubte, ihm rechtzeitig auszuweichen. Zwar war nun Akira an der Reihe, sich irgendwie zu fangen, damit er nicht augenblicklich den Boden küsste, doch selbst das wäre das kleine Übel der zwei Missgeschicke gewesen. Zum Glück schaffte er es noch, das schlimmste zu verhindern, indem er frontal mit der Fensterbank zusammenstieß, welche sich auf der anderen Seite des Flures befand. Unglücklicherweise stieß er sich dabei direkt am Hüftknochen, sodass morgen zumindest ein blauer Fleck zu sehen sein würde. Kurzzeitig durchfegte ihn ein Schmerz, der selbst in seinen Zehenspitzen zu spüren war. Für einen Moment fiel es dem Schüler schwer sich zu bewegen, weswegen er sich an dem Fensterbrett festhalten musste um nicht doch noch wie ein nasser Sack einfach umzukippen. Erst nach einer Minute und tiefem Durchatmen, schüttelte der Braunhaarige den Kopf und somit zeitgleich den Schmerz fort. Alle anderen um sich herum ignorierend, setzte er seinen Weg fort – wollte er einfach nur noch weg.
Erst nachdem er durch die Vordertür die Schule verließ, vernahm er die lauten Stimmen auf der anderen Seite des Hofes. Eine Gruppe von Schülern hatte sich um das Tor versammelt, eine Situation die Akira bis auf Äußerste verabscheute. Zudem gab es keinen anderen Weg, den er nehmen konnte, um das Schulgelände endgültig zu verlassen. Dabei wollte er einfach nur nach Hause. Er war müde, es war schon weit fortgeschrittener Nachmittag und er musste auch noch für sich und seine Mutter kochen. Wenn er es nicht rechtzeitig schaffte, würde sie mir nichts dir nichts, die Küche in Flammen stecken. Sie war eine miserable Köchin, sodass Akira schon früh diese Aufgabe für sie beide übernommen hatte. Zudem machte es ihm nichts aus, schließlich liebte er es zu kochen. Dies würde zwar niemals an das Backen herankommen, solange er allerdings in der Küche stehen konnte, war ihm dennoch alles Recht. Das schlimmste Szenario, die brennende Wohnung, in welcher seine Mutter noch immer gefangen war, wollte er um jeden Preis verhindern. Also musste er sich wohl oder übel an den Leuten vorbeiquetschen und hoffen, dass man ihn nicht entdeckte oder zumindest keine dummen Sprüche auf ihn zukommen würden – denn gerade an seinem Erscheinungsbild mit der eher geringen Körpergröße und den nicht zur Uniform passenden Schuhen, hatte der Großteil der Menschen etwas auszusetzen.
Je näher er der Traube an Menschen jedoch kam, desto lauter wurde das Lachen. Mit ihnen, verstärkte sich ebenfalls die Stimme in seinem Kopf, die ihm versuchte einzutrichtern, dass sie nur seinetwegen lachten. Mit jedem Schritt wurde er langsamer und versuchte sich noch kleiner, noch unsichtbarer zu machen, um das Unweigerliche irgendwie hinauszögern zu können. Einzig der Gedanke an seine Mutter in einem brennenden Haus, hielt ihn davon ab umzukehren, sich einen ruhigen Ort zu suchen und erst nach Hause zu laufen, wenn all diese Menschen es endlich geschafft hatten das Weite zu suchen.
Gerade als er dachte es geschafft zu haben, ertönte auf einmal sein Name aus der Menge. Nur mit größter Mühe unterdrückte er es, nicht sofort das Tempo auf ein Maximum zu beschleunigen und damit offen zu zeigen, dass er ein Feigling war, der liebend gern die Flucht über offene Konfrontation stellte. Damit wäre sein letztes Fünkchen Stolz in dieser Schule dahin, das wollte er unter keinen Umständen riskieren – dies wäre sein größter Untergang. Deshalb tat er einfach so, als hätte er die Person nicht gehört. Vielleicht bestand die Chance, dass man ihn einfach in Ruhe lies, wenigstens für heute. Stumm schickte er ein Stoßgebet in Richtung Himmel, welches ihm dabei helfen sollte. Leider ohne Erfolg. Es dauerte nur einige Sekunden, einige Schritte seinerseits und sein Arm wurde von einer anderen Hand umschlossen, die ihn zwang stehenzubleiben. Dabei hätte Akira es vorhersehen müssen. Als alle plötzlich aufhörten zu sprechen, als die Gruppe sich teilte und man eine einzelne Person gehen hören konnte. Spätestens das wäre sein Signal gewesen, einfach auf seinen Stolz zu verzichten. So hätte er wenigstens einmal seine Ruhe, bevor der Sturm um ihn herum, in Form von lästernden Mitschülern, vollständig losbrechen würde. Das wäre die Ruhe Wert gewesen.
„Jemanden einfach so zu ignorieren ist nicht die feine Art Kira. Schon gar nicht, wenn dieser Jemand extra aus Korea kommt um dich zu sehen“, hörte er eine vertraute Stimme hinter sich sprechen. Es dauerte eine Weile bis er realisierte was die Person gesagt hatte, schließlich tat er sich manchmal noch immer schwer die koreanische Sprache zu verstehen, besonders wenn er darauf nicht vorbereitet war. Mit einem Ruck drehte er sich um, brachte dabei die andere Person zum Schwanken. Doch sein Gegenüber fing sich schnell wieder und er stand mit einem Lächeln im Gesicht vor ihm. Ungläubig musterte er den jungen Mann vor seinen Augen, blinzelte perplex und schaffte es keine Worte zu finden. Sein ganzer Kopf war mit einem Mal wie leergefegt, Akiras Fähigkeit zu denken war abhandengekommen. Das müsste er aber auch nicht. Im nächsten Moment schloss er den Älteren ohne nachzudenken in seine Arme. Dabei war es egal, ob ein Haufen Leute ihnen dabei zusahen. Es war egal ob Gerüchte folgen würden und egal was ihnen jetzt durch den Kopf ging. Sogar die Tränen in seinen Augen waren ihm gleichgültig. Akira wollte einfach nur den Menschen umarmen, der mit seiner Mutter auf einer Stufe stand, seine Stütze war und mit ihm schon die härtesten Sachen durchgestanden hatte.
Es dauerte eine Weile bis sein Freund ihn endlich losließ, auch wenn Chunghae sich wünschte, sie hätten den Moment mehr unter sich erlebt. So wurden sie eine gefühlte Ewigkeit von den Leuten angestarrt, die sich vor wenigen Minuten noch gut von ihm unterhalten gefühlt hatten. Glücklicherweise war sein Japanisch nicht mehr so miserable, dass er gar nicht mit Japanern kommunizieren konnte. Doch so nett, freundlich und aufgeschlossen sie auch waren, er war nur wegen einer bestimmten Person hierhergekommen. Sobald er ihn gesehen hatte, brauchte er keine anderen Menschen mehr. Dabei hatte es allein beim Zusehen geschmerzt, wie klein Akira sich versucht hatte kleinzumachen – als würde demnächst die Sintflut über ihn hereinbrechen oder als würde ihn das größte Übel der Welt erwarten, wenn ihn jemand anderes entdeckte. Dabei wusste er, dass diese Sachen gar nicht einmal so unwahrscheinlich waren, was ihn letztlich noch trauriger gemacht hatte.
Zu wissen, dass er ihn nun umarmte und es ihm schlichtweg egal zu sein schien was andere dachten, machte ihn hingegen sehr glücklich. Lange Zeit hatte er gehofft seinen besten Freund und Seelenverwandten irgendwann einmal in der Realität zu sehen und nun war es endlich soweit. Ein kleines Lachen rutschte ihm heraus, als er die leichten Tränen auf Akiras Wangen sah.
„Du bist echt eine kleine Heulsuse Kira“, brachte er lachend heraus, während er die Tränen wegwischte. Daraufhin erntete er nur ein Schulterzucken und ein Schmollen, was ihn nur noch mehr zum Lachen brachte. Schon jetzt war er unglaublich froh diese Reise auf sich genommen zu haben.
„Was machst du hier?“, brach es dann doch irgendwann aus dem Jüngeren heraus. Bis jetzt hatten sie über alles Mögliche geredet, Akira hatte kurz seine Mutter informiert und ihr verstehen zu gegeben, dass sie unter keinen Umständen kochen sollte, und dann waren sie noch in einen kleinen Laden gegangen um Lebensmittel einzukaufen. Scheinbar wollte Akira kochen, wozu Chunghae niemals ‚nein‘ sagen würde. Schon seitdem seine bessere Hälfte ihm eröffnet hatte, dass er es liebte in der Küche zu stehen und zu backen oder auch zu kochen, wollte er unbedingt etwas von ihm probieren. Dass es direkt bei ihrem ersten Aufeinandertreffen passieren würde, hätte er sich nur wünschen können.
„Ich wollte dich nur einmal besuchen, ist das so verkehrt?“ Sie beide wussten, dass dies nicht komplett der Wahrheit entsprach, dafür war Chunghae einfach nicht mit der Fähigkeit gesegnet zu lügen. Trotzdem tat selbst Akira so als hätte er gerade die Wahrheit gesagt. Im Grunde war es schon erstaunlich, dass sie den jeweils anderen heute zum ersten Mal sahen und es sich trotzdem so anfühlte, als wären sie bereits seit ihrer Kindheit miteinander befreundet gewesen. Ihr ganzer Umgang fühlte sich besonders an, anders als mit anderen Leuten. Und Chunghae war dafür sehr dankbar. Er wusste nicht was er gemacht hätte, wäre die Situation auf einmal anders und weitaus komischer zwischen ihnen gewesen, jetzt, wo sie sich endlich einmal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden. Außerdem verfolgte er schon einen Plan, weswegen er das Risiko auf sich genommen hatte, doch wollte er die Bombe nicht sofort platzen lassen – außerdem musste Akiras Mutter in dem Moment mit dabei sein, ansonsten würde er keinerlei Chance besitzen seine Idee durchzusetzen.
Akiras Mutter war genauso herzlich wie ihr Sohn, zwar weitaus aufgeschlossener und weniger darauf bedacht keine Fehler zu machen, doch genau diese Sache machte sie unglaublich sympathisch. Sie liebte es ihren Sohn aufzuziehen, was die Unterschiede zwischen ihnen beiden nur noch mehr betonte. Es hatte Chunghae überrascht, doch sie hatte nicht einmal Fragen gestellt, weder wer er war, noch was er denn hier wollte. Im Grunde wusste er, dass sie ganz genau wusste, wer er war. Wenn Akira sich so wie er selbst verhalten hatte, dann wusste auch seine Mutter so einige Dinge über ihn. Vielleicht war sie aber auch einfach gut darin Menschen zu lesen und wusste sofort, dass er eine Fähigkeit dazu besaß, ihren Sohn aus seiner Komfortzone herauszuholen und dies war ein Wunsch, den beide von ihnen zu haben schienen. Das musste er nicht einmal mit ihr zusammen kommunizieren, ein Blick von ihr zu seinem besten Freund reichte aus, um genau diese Tatsache zu verstehen.
Jetzt gerade saßen sie an dem kleinen Tisch in der Küche und aßen tatsächlich selbstgemachtes Sushi. Chunghae hatte zwar gemeint, dass dieses Gericht viel zu viel Arbeit machen würde, doch Kira hatte sofort abgeblockt und ihm versichert, dass ihm das nichts ausmache. Vielmehr wollte er sogar, dass der Koreaner als erstes Gericht in seinem Heimatland selbstgemachtes Sushi bekam, weil es seiner Meinung nach nichts Besseres gab als das. Als die einzige Frau in dieser Wohnung dann auch nur lächelnd den Kopf geschüttelt hatte, gab Chunghae einfach nach und ließ ihn gewähren.
„Ich möchte, dass Akira morgen mit mir nach Seoul kommt“, offenbarte er einfach sein Anliegen, wie aus dem Nichts heraus. Gerade noch herrschte eine ausgelassene Atmosphäre und er wollte die Gunst der Stunde nutzen. Als er sah, dass Akira in seiner Bewegung stockte, beeilte er sich weiterzusprechen: „Ich möchte, dass er mit mir kommt und mit mir zusammen bei Castings mitmacht, bei Entertainments anfragt und dann mit mir gemeinsam ein Trainee wird. Und letztendlich auch in einer Gruppe debütieren wird, doch das hat noch ein wenig Zeit.“ In der Küche konnte man nun eine Stecknadel fallen hören. Chunghae schaffte es nicht aus den Gesichtern der beiden etwas abzulesen, weswegen er innerlich ein wenig unruhig wurde. Als Akira dann auch noch den Kopf schüttelte und gar nicht glücklich aussah wusste er, dass es alles andere als leicht werden würde.
„Was lässt dich auf die Idee bringen, dass ich einfach so mitkommen würde Chunghae?“, fragte der Japaner in einem ruhigem Ton, der sämtliche Alarmglocken angehen lies. Doch er hatte beschlossen sein Anliegen durchzubringen – um Akiras Willen. Auch wenn dies zwangsläufig bedeuten konnte, dass er ihr erstes Aufeinandertreffen nicht so gut in Erinnerung haben wurde, wie es eigentlich geplant war. Äußerlich entspannt legte er seine Stäbchen zur Seite, stützte die Ellenbogen auf den Tisch und verschränkte seine Hände ineinander. Dann betrachtete er zunächst die zusammengepressten Lippen seines besten Freundes, bevor er zu dessen Mutter sah, die sich immer noch nichts anmerken lies.
„Ich meine damit“, nun sah er sie eindringlich an, damit wenigstens sie es verstehen konnte, „dass jedem hier in diesem Raum bewusst ist, dass das Studieren nichts für Akira ist. Er hasst die Schule, das Lernen und würde sich viel lieber mit anderen Dingen auseinandersetzen. Und sein Traum ist es, ein Idol zu werden. Er hat es vielleicht nie ausgesprochen, weil er das Gefühl hatte es nicht zulassen zu können, doch an der Art wie er darüber spricht, ein Lächeln auf den Lippen und besonders dieses Funkeln in den Augen hat, zeigt, wie sehr es eigentlich möchte und sich nur aufgrund von den Gefühlen zurückhält, ihnen etwas schuldig zu sein.“
Er sprach bewusst direkt sie an, lies Akira kurz außer Acht. Chunghae wusste, was in seinem Kopf vor sich ging, welche Argumente er bereits herumsortierte und vermutlich auch, wie er ihn am besten aus der Wohnung katapultierte und ihm zu verstehen gab, dass er den Koreaner nie wieder sehen wollte. Gerade als Akira selbst ansetzen wollte, nach einiger Zeit der Stille, trat ein Lächeln auf das Gesicht von Hiromi und sie nickte.
„Vom ersten Moment an, als Chunghae durch diese Tür gekommen ist, wusste ich, dass er etwas Besonderes ist.“ Dann drehte sie sich seitwärts und sah ihren Sohn an, der nicht minder perplex zu sein schien, als Chunghae selbst es war. „Der junge Mann hier liebt dich genauso sehr, wie ich es tue, das sieht man vom ersten Augenblick an. Und die Art wie er dich beobachtet hat, sagt auch einiges über die Situation aus. Aber das wichtigste ist:“, sie nahm Akiras Hand und betrachtete ihre in seiner, „Er hat recht Kira. Deswegen möchte ich, dass du einmal an dich denkst und morgen mit ihm nach Südkorea gehst, auch wenn du Angst hast und dich mir verpflichtet fühlst. Du solltest deine Träume verwirklichen.“
Akira hingegen brauchte nicht zu sprechen um seine Worte auszudrücken. Stumm liefen ihm Tränen über die Wangen, seine Gedanken schienen in die Welt hinauszuschreien. Chunghae war bewusst, dass er Angst hatte, seine Mutter schrecklich vermissen würde und in Seoul mit vielen Problemen zu kämpfen haben würde. Doch er war davon überzeugt, dass er es schaffen und über sich hinauswachsen würde. Zudem waren sie beide ein unschlagbares Team zusammen, damit konnte gar nichts schiefgehen.
Erst nach einer Weile stand Hiromi auf, ging in ein anderes Zimmer und kam mit einem Umschlag in den Händen wieder zu den beiden jungen Männern. „Das hier habe ich aufbewahrt und zusammengespart, falls irgendwann einmal der Tag kommen sollte, an welchem Akira sich wirklich entscheidet seine Träume zu leben.“ Sie legte den Umschlag in die Hände ihres Sohnes, der ihn nur mustern konnte, ehe erneut Tränen über seine Wangen liefen. Ganz zögerlich nickte er, doch das war alles was sie brauchten. Während sie organisatorische Dinge klären mussten, wanderte Hiromis Blick vermehrt zu Chunghae und gab ihm mit einem stummen ‚Danke‘ zu verstehen, dass er definitiv die richtige Entscheidung getroffen hatte als es darum ging, das Risiko einzugehen und seinen besten Freund schnurstracks regelrecht zu entführen.
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